Handwerkskammer baut Kunden-Center

Mit dem Neubau eines Kundenzentrums in ihrer Hauptverwaltung in Kaiserslautern will die Handwerkskammer der Pfalz den derzeitigen Standards bei Kundendienst und Service entsprechen. Das Bauprojekt, das auf rund 800.000 Euro veranschlagt ist, soll im Mai beendet sein. Und es soll dazu beitragen, die mit dem Begriff "One-Stop-Shop" umschriebene Vereinfachung von Geschäfts- und Verwaltungsabläufen umzusetzen.

Auf einer Fläche von rund 200 Quadratmetern entsteht zurzeit im Erdgeschoss des Verwaltungsgebäudes, das aus den 50er Jahren stammt, eine offene und lichte Kundenhalle - mit Foyer, Informationstheke, Wartezone sowie Besprechungsinseln und Beratungsbüros.
Als zentrale Anlaufstelle will das Kundenzentrum die Dienst- und Serviceleistungen der Handwerkskammer bündeln und optimieren, um sie am zentralsten Ort des Hauses aus einer Hand anbieten zu können. Darüber hinaus will der handwerkliche Versicherer "Münchener Verein" mit einem eigenen Büro im "Kunden-Center" vertreten sein.

Das Kundenzentrum wird zukünftig für jeden, der zur Handwerkskammer kommt, die erste Anlaufstelle sein. Insbesondere die Fachleute aus den Abteilungen Handwerksrolle und Betriebsberatung werden dort als ständige Ansprechpartner zur Verfügung stehen. So können geläufige Anliegen wie Handwerksrolleneintragungen, Betriebslöschungen oder Erstberatungen durch die Betriebsberater bereits hier bearbeitet werden. Auch Berufsausbildungsverträge und Anmeldungen zur Gesellen- und Abschlussprüfung können hier abgegeben und auf Vollständigkeit überprüft werden. Außerdem sollen Gebühren, die in diesem Zusammenhang anfallen, vor Ort entrichtet werden.

Eine weitere Neuerung werden frei zugängliche Multifunktionsterminals im Wartebereich sein, an denen der Besucher auf ausgewählte Internet-Seiten der Handwerkskammer zugreifen kann. Er wird sich über alle Dienstleistungen der Kammer, über Weiterbildung, Organisation und vieles mehr informieren und gründungsspezifische Daten zu öffentlichen Fördermitteln abrufen können. Über "One-Stop-Shop"-Anwendungen wird der Existenzgründer zudem in die Lage versetzt, alle für die Gründung notwendigen Formulare (Handwerkskammer, Gewerbeamt, Agentur für Arbeit, Berufsgenossenschaft) online auszufüllen und dadurch Behördengänge zu sparen.

Besuche, Kundenkontakte und Beratungen, die nicht im Kundenzentrum selbst erledigt werden können, sollen auch zukünftig in den Büros der zuständigen Fachabteilungen bearbeitet werden. Allerdings erhofft sich die Handwerkskammer der Pfalz von der neuen zentralen Anlaufstelle eine merkliche Entlastung für ihre Mitarbeiter sowie für Kunden und Besucher. Über einen neuen barrierefreien Zugang auf der Rückseite des Kammergebäudes werden außerdem auch Besucher mit körperlichen Behinderungen oder Eltern mit Kleinkindern problemlos in das Gebäude kommen.

Der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer der Pfalz Ralf Hellrich bezeichnet das neue Kundenzentrum als das "zukünftige Aushängeschild" der Kammer, das einen "echten Mehrwert für unsere Mitgliedsbetriebe" bietet. Das Beratungs- und Informationsangebot der Kammer soll damit "konzentriert und der Informationsfluss zu den Betrieben und Handwerkern beschleunigt werden". Beide Projekte - das Kundenzentrum und der "One-Stop-Shop"-Service sind für den Hauptgeschäftsführer aber auch wichtige Bausteine, um "für das Handwerk und seine Berufe zu werben, die Handwerkskammer und ihre Aufgaben zukunftsorientiert darzustellen und das Image der Kammer in der Öffentlichkeit zu stärken".