"Allen Grund, stolz auf den Meistertitel zu sein"

06.02.2012

Handwerkskammer der Pfalz verabschiedet 291 erfolgreiche Jungmeisterinnen und Jungmeister des Prüfungsjahrganges 2011 mit Wirtschaftsministerin Eveline Lemke als Festrednerin 

Bei der traditionellen Meisterfeier der Handwerkskammer der Pfalz haben vor über 1.000 Besuchern im Pfalzbau in Ludwigshafen 291 erfolgreiche Jungmeisterinnen und Jungmeister des Prüfungsjahrganges 2011 ihre Meisterbriefe in Empfang genommen. Festrednerin war die rheinland-pfälzische Ministerin für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung, Eveline Lemke. 

In ihrer Begrüßungsansprache beglückwünschte die Präsidentin der Handwerkskammer der Pfalz, Brigitte Mannert, die Jungmeisterinnen und Jungmeister zu einer Fortbildung, die sie dazu in die Lage versetze „unternehmerisch handeln und Lehrlinge ausbilden zu können“. Sie lobte die Lern- und Leistungsbereitschaft der jungen Handwerkerinnen und Handwerker mit dem Hinweis darauf, dass sie allen Grund haben „stolz auf den Meistertitel zu sein und auf das, was Sie geleistet haben“. Sie bedankte sich bei Allen, die die jungen Meisterinnen und Meister während ihrer Ausbildung begleitet und unterstützt haben. 

Die Präsidentin ging auf die vor kurzem getroffene Vereinbarung von Bund, Ländern und Sozialpartnern zur Einführung eines „Deutschen Qualifikationsrahmens für lebenslanges Lernen“ ein. In der Vereinbarung wird unterer anderem der Meister- und Technikerabschluss auf einer Stufe mit Fachschul- und Bachelor-Abschlüssen eingeordnet. Damit sei einer Forderung des Handwerks entsprochen worden, und die erfreuliche Botschaft der Vereinbarung laute: „Mit einer Fortbildung zum Meister kann man künftig einen Abschluss erzielen, der einem akademischen Abschluss gleichgestellt ist“. Damit sei ein wichtiger Schritt zur Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung getan worden. 

Wirtschaftsministerin Eveline Lemke hob ebenfalls hervor, wie wichtig eine qualifizierte Ausbildung für das Handwerk sei: „Nicht umsonst beneiden uns andere Länder in der Welt um unser System der dualen Ausbildung, das viele hoch qualifizierte Handwerker hervorbringt. Die werden wir demnächst in Rheinland-Pfalz dringend brauchen, denn der demografische Wandel beschert uns viele altersbedingte Unternehmensübergaben. Wir brauchen neue Chefinnen und Chefs. Nutzen Sie die Chance, die ihnen die Meisterausbildung bietet!“ 

Die Wirtschaftsministerin gratulierte den jungen Meisterinnen und Meistern mit dem Hinweis darauf, dass „sie ab heute ein Wertpapier in den Händen halten, das Bestand hat“. Sie wies darauf hin, dass in den nächsten zehn Jahren ein Viertel der Handwerksbetriebe in Rheinland-Pfalz zur Übergabe anstehen und appellierte an die Jungen Meisterinnen und Meister, einen Betriebe zu gründen oder zu übernehmen. Die Handwerkskammer und das Land seien gerne dazu bereit, Existenzgründer zu unterstützen. 

Als Prüfungsbeste des Meisterprüfungsjahrganges 2011 wurden ausgezeichnet: Axel Bartoszek, Informationstechnikermeister, Bischofsheim; Jan Brandscheit, Schornsteinfegermeister, Serrig; Felix Jung, Karosserie- und Fahrzeugbauermeister, Hohenstein; Otmar Kattler, Installateur- und Heizungsbauermeister, Hallgarten; Daniel Peter Neßeler, Maler- und Lackierermeister, Nerzweiler; Katrin Nicolay, Kraftfahrzeugtechnikermeisterin, Essingen; Eugen Nikolaus, Zimmerermeister, Mehlingen; Katrin Oest, Friseurmeisterin, Haßloch; Daniel Pázmán, Metallbauermeister, Frankenthal; Stefan Reis, Tischlermeister, Bann; Simon Schäfer, Steinmetz- und Steinbildhauermeister, Blankenheim; Harald Matthias Schmidt, Fliesen-, Platten- und Mosaiklegermeister, Neustadt; Pascal Schröter, Maurer- und Betonbauermeister, Kerzenheim; Thorsten Schultheiß, Elektrotechnikermeister, Reichweiler; Uwe Schultz, Feinwerkmechanikermeister, Jettenbach.