Goldene Meisterbriefe und stimmungsvolle Liedvorträge

Handwerkskammer der Pfalz ehrt 119 Altmeisterinnen und Altmeister

Bei ihrer traditionellen „Altmeisterfeier" hat die Handwerkskammer der Pfalz im Bürgerhaus in Waldfischbach-Burgalben 119 Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeister, die vor 50 Jahren ihre Meisterprüfung abgelegt haben, mit dem Goldenen Meisterbrief ausgezeichnet.

Die von den Jubilaren hoch geschätzte Anerkennung überreichten Präsident Walter Dech und Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich gemeinsam, um damit den Altmeisterinnen und Altmeistern den „Dank auszusprechen, den das gesamte Handwerk schuldet". Die Jubilare waren teilweise von weit her (Stahnsdorf, Jülich, Herford, Wolfenbüttel) angereist, um diese besondere Ehrung in Empfang zu nehmen. Umrahmt wurden die Feierlichkeiten von stimmungsvollen Liedvorträgen durch Solisten der Mainzer Hofsänger, die mit viel Beifall bedacht wurden.
In seiner Rede dankte Dech den Altmeisterinnen und Altmeistern für ihre Lebensleistung, die sie im Handwerk erbracht haben. Er lobte die Aufbauarbeit der Meisterprüflinge des Jahres 1959. In diesem Jahr hatten in der Pfalz 765 Meisterschüler die Meisterprüfung abgelegt. Und er würdigte die beruflichen Lebensleistungen der Altmeisterinnen und Altmeister, die mit ihrer Arbeit den „Grundstein dafür gelegt haben, dass das Handwerk in seiner wirtschaftlichen Bedeutung heute gleichberechtigt neben der Industrie steht". Dech stellte fest, dass es insbesondere die Meister und Betriebsinhaber waren, die das Fundament für den Aufschwung der folgenden Jahre gelegt und am Wirtschaftswunder aktiv mitgewirkt haben. Und er hob hervor, dass die Handwerksmeister mit der Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen die Voraussetzungen für Einkommen, Ausbildung und Beschäftigung geschaffen haben und dass in keinem anderen Wirtschaftsbereich so viele verantwortungsvolle Aufgaben in einer Person konzentriert sind. Erinnerungen an das Jahr 1959 wurden bei vielen der Anwesenden lebendig, als Dech Ereignisse dieses Jahres, wie die Wahl Heinrich Lübkes zum Bundespräsidenten, die Godesberger Beschlüsse der SPD oder die zwei Weltrekorde, die Martin Lauer am 7. Juli in Zürich an einem Abend lief, Revue passieren ließ.
Der Malermeister Georg Eichhorn aus Landau erinnerte an die Zeit der Meisterausbildung in den 50er Jahren, die von mehr Arbeit und weniger Konsum als heute geprägt gewesen sei. Eichhorn  bedankte sich im Namen seiner Kolleginnen und Kollegen für die Feierstunde und betonte, dass sie ein Zeichen dafür sei, „dass die Handwerksorganisation ihre alten Meisterinnen und Meister nicht vergessen hat".