Zahl der Handwerksbetriebe stabilisiert sich

Handwerkskammer der Pfalz legt Betriebsbilanz 2008 vor

Die durch die Novellierung der Handwerksordnung ausgelöste Gründungswelle im Handwerk flacht ab. Dieses Ergebnis vermittelt die Betriebsbilanz der Handwerkskammer der Pfalz für das Jahr 2008. Im pfälzischen Handwerk hat demnach im vergangenen Jahr die Zahl der Betriebe von 16.883 auf 16.941 zugenommen. Das sind 58 Betriebe mehr als im Vorjahr, aber deutlich weniger als in den drei Jahren zuvor.

Nach Auskunft der Handwerkskammer der Pfalz unterteilt sich der Gesamtbetriebsbestand zum Jahresende in 10.850 zulassungspflichtige Handwerksbetriebe der Anlage A, 3.059 Betriebe der Anlage B1, für die keine Zulassungspflicht besteht, und 3.029 Betriebe der Anlage B2, in der die handwerksähnlichen Gewerbe geführt werden. Drei Betriebe sind bei der Handwerkskammer auf der Grundlage des Kleinunternehmergesetzes eingetragen.

Zum Abflachen der Gründungsaktivitäten beigetragen hat eine Betriebsabnahme in den zulassungspflichtigen Handwerken, wo die Meisterprüfung für die selbstständige Berufsausübung erforderlich ist. 605 Betriebsgründungen stehen 695 Betriebslöschungen gegenüber, was im Saldo eine Betriebsabnahme von 90 "Meister-Betrieben" ergibt.
Vergleichbares trifft auf die handwerksähnlichen Gewerbe zu. Mit 3.029 Betrieben gab es zum Jahresende 2008 im Verzeichnis der handwerksähnlichen Gewerbe 11 Betriebe weniger als zu Jahresbeginn.

Relativ konstant und hoch ist dagegen noch die Zuwachsrate bei den zulassungsfreien Handwerken, wo es keine Voraussetzungen für die Selbstständigkeit gibt. 640 Unternehmen wurden im vergangenen Jahr in die Anlage B1 eingetragen. Bei 460 Betriebsabgängen ergibt das unterm Strich einen Zuwachs von 160 Betrieben. Die meisten Zuwächse entfallen auf das Gebäudereinigerhandwerk (68), das Fotografenhandwerk (36), das Raumausstatterhandwerk (23) und das Parkettlegerhandwerk (12). Von den 640 Neugründungen erfolgten 135 (21 Prozent) durch Existenzgründer aus osteuropäischen EU-Ländern.