Zeitlich befristete Auftrags- und Verbundausbildung wird während Corona-Pandemie durch Prämie gefördert

Bei einer Auftragsausbildung werden einzelne Teile einer Ausbildung außerhalb des eigentlichen Ausbildungsbetriebes durchgeführt. In einer Verbundausbildung bilden die Unternehmen gemeinsam mit anderen Betrieben und Bildungsträgern Auszubildende aus.

Wenn Handwerksbetriebe die Berufsausbildung pandemiebedingt für einen begrenzten Zeitraum nicht fortsetzen können, können andere Betriebe, Überbetriebliche Berufsbildungsstätten oder sonstige Ausbildungsdienstleister zeitlich befristet die Ausbildung übernehmen und dafür unter bestimmten Voraussetzungen Förderung erhalten. Dies gilt, wenn der Geschäftsbetrieb des ursprünglich ausbildenden Betriebes vollständig oder zu wesentlichen Teilen pandemiebedingt von Schließungen oder erheblichen Auflagen betroffen ist, die eine Fortsetzung des Geschäftsbetriebs maßgeblich behindern.

Die Auftrags- und Verbundausbildung muss zwischen April 2020 und Dezember 2021 vereinbart werden. Sie muss eine Dauer von mindestens vier Wochen, aufteilbar auf mehrere nicht zusammenhängende Zeiträume, haben. Die maximale Förderhöhe beträgt für jede(n) teilnehmende(n) Auszubildende(n) 8100 Euro.

Antrags- und prämienberechtigt sind die Stammausbildungsbetriebe sowie die Interimsunternehmen, die Auszubildende aus anderen Betrieben für mindestens vier Wochen im eigenen Betrieb ausbilden und über die hierfür notwendige Ausbildungseignung verfügen. Die Parteien verständigen sich untereinander, wer von ihnen die Prämie beantragt.

Die Förderung kann bis zum Ablauf des 31.03.2022 bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) beantragt werden.

Die vollständigen Antragsformulare finden Sie unter: www.kbs.de/bpa 

Weitere Informationen:
Zweite Förderrichtlinie für das Bundesprogramm “Ausbildungsplätze sichern” vom 23. Oktober 2020



Thorsten Requadt
Abteilungsleiter Ausbildung

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