Pfalzpreis für das Kunsthandwerk für Kyra Spieker und Frank Schumacher

15.11.2011

Im Rahmen einer festlichen Gala im Pfalztheater und einer Ausstellungseröffnung im Wadgasserhof in Kaiserslautern sind die diesjährigen Preise vergeben worden

Im Rahmen einer Gala im Pfalztheater und einer Ausstellungseröffnung im Wadgasserhof in Kaiserslautern sind die Pfalzpreise für das Kunsthandwerk 2011 verliehen worden. Der mit 10.000 Euro dotierte Hauptpreis, für den vier Kandidaten nominiert waren, ging an die in Höhr-Grenzhausen lebende Keramikgestalterin Kyra Spiecker, die aus dringenden familiären Gründen den Preis nicht persönlich entgegennehmen konnte. Den Nachwuchspreis, der mit 5.000 Euro dotiert ist, konnte der Vorsitzende des Bezirkstags Pfalz, Theo Wieder, an den Edelsteinschleifer Frank Schumacher aus Otterberg übergeben.

Bei der Ausstellungseröffnung verwies der stellvertretende Vorsitzende des Pfälzischen Bezirkstags, Günter Eymael, auf die Tradition des Pfalzpreises und begründete die Preisvergabe. Die Jury habe keine leichte Wahl zu treffen gehabt, sagte Eymael. Doch hätten sowohl die Hauptpreisträgerin, die 1989 durch ein langjähriges Stipendium am Künstlerhaus Edenkoben den geforderten Pfalzbezug erfüllt habe, als auch der Nachwuchspreisträger mit ihren eingereichten Arbeiten überzeugt.

Zu den Arbeiten von Kyra Spiecker sagte Eymael, ihre Stand- und Hängeskulpturen aus Porzellan zeichneten sich durch eine "überzeugende Verbindung von sensibler Materialbeherrschung und abstrakter Formensprache aus". Das Licht werden gekonnt einbezogen, um die Plastizität der aus einzelnen keramischen Elementen zusammengefügten Objekte je nach Lichteinfall und Standpunkt des Betrachters zu variieren. "Jeder Blickwinkel wird damit zu einem neuen Erlebnis."

Der Nachwuchspreisträger Frank Schumacher wurde für seine beiden Ketten "Tektonik 1 und 2" ausgezeichnet. Die Anhänger aus Bergkristall, so erläuterte Eymael, "überzeugen durch eine akkurate Schleiftechnik". Die räumliche und plastische Wirkung der geschliffenen Facetten werde durch "die Reflexion des Lichts vervielfacht und gesteigert und ermöglicht so reizvolle Einblicke."

Die Präsidentin der Handwerkskammer der Pfalz, Brigitte Mannert, wies bei der Ausstellungseröffnung auf die wichtige Rolle von Design und Gestaltung für das Handwerk hin. "Angemessene Gestaltungslösungen" gehörten zum betrieblichen Alltag in vielen Handwerksberufen. Deshalb gehöre zu den Aufgaben der Handwerkskammer, "die Formgestaltung im Handwerk zu fördern", und deshalb sei es wichtig, die Entwicklung gestalterischer Kompetenzen zu unterstützen.

Die Ausstellung mit Exponaten der Preisträger und Wettbewerbsteilnehmer ist noch bis 11. Dezember im Wadgasserhof in Kaiserslautern, Steinstraße 55, zu sehen. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag: 10 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag: 11 bis 18 Uhr.