15.03.2013"Ein Handwerk mit Seele"
Die Handwerkskammer der Pfalz, die Kreissparkasse Kaiserslautern und die Meisterschule für Handwerker präsentieren das Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk
Unter dem Titel „Steinmetz und Steinbildhauer – ein Handwerk mit vielen Facetten“ präsentiert die Kreissparkasse Kaiserslautern in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer der Pfalz und der Meisterschule für Handwerker noch bis 28. März in ihrer Kundenhalle eine Ausstellung mit ausgewählten Steinmetz- und Steinbildhauerarbeiten.
Die Ausstellung wurde von der Beratungsstelle für Formgebung der rheinland-pfälzischen Handwerkskammern unter der Regie von Karin Bille zusammengestellt. Dabei werden Arbeiten aus der dualen Ausbildung, aus der Meisterschule für Handwerker und von Betrieben aus der Region gezeigt. Dementsprechend vielfältig sind die Facetten dieses Handwerks, die von den Besuchern entdeckt werden können: Kleinskulpturen und Modellarbeiten aus der überbetrieblichen Ausbildung, Gesellen- und Meisterstücke von der Meisterschule, Arbeiten aus der beruflichen Praxis wie Großskulpturen, Kunstobjekte, Grabmale sowie Arbeiten aus der Denkmalpflege und Steinrestauration.
Auf die beruflichen und praktischen Aspekte des Steinbildhauer- und Steinmetzhandwerks ging bei der Ausstellungseröffnung Steinmetz- und Steinbildhauermeister Siegfried Keller aus Harthausen ein. Nach einer Klangprobe, mit der die Eignung von Rohsteinen geprüft wird, stellte er sein Handwerk als „ein Handwerk mit Seele“ vor. Diese Seele finde sich in „Kathedralen, Burgen und Schlössern, manifestiert sich in Grabmälern, Skulpturen, Bildsäulen und ist in den Werkstätten vorhanden“. Er verwies auf die reichen Vorkommen verschiedenster Natursteinarten in der Pfalz und sprach einige der aktuellen Probleme des Steinmetzhandwerks an – zum Beispiel die Konkurrenz durch Billig-importe aus Asien.
Auf die Bedeutung des Steinmetzhandwerks für Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur wies der Vizepräsident der Handwerkskammer der Pfalz, Dieter Schnitzer, hin. Es sei wichtig, an geeigneter Stelle der Öffentlichkeit zu zeigen, welche Vielfalt und künstlerischen Qualitäten in dem Handwerk stecken. Mit dieser Präsentation wolle man aber auch die Aufmerksamkeit junger Menschen „für einen spannenden Beruf wecken, der neben handwerklichem Geschick gestalterische Fähigkeiten erfordert“, sagte Schnitzer.
Dies unterstrich auch Hans-Uwe Marchione für die Meisterschule für Handwerker. Für die Schüler, die ihre Exponate derart in der Öffentlichkeit zeigen dürfen, sei es eine große Chance, Werbung für ihr Handwerk zu betreiben. Zuvor hatte der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse, Franz Link, darauf hingewiesen, dass man mit der Ausstellung Handwerksarbeiten bekannt machen wolle, die „Intelligenz in den Händen“ zum Ausdruck bringen.