14.03.2011Frankreich bleibt der interessanteste Auslandsmarkt
EU- und Exportberatungsstelle der Handwerkskammer legt Bericht für 2010 vor
Im Jahr 2010 hat die EU- und Exportberatungsstelle der Handwerkskammer der Pfalz in Landau 180 Anfragen bearbeitet, und im Laufe des Jahres wurden noch zusätzlich über 70 telefonische Kurzauskünfte erteilt.
Frankreich bleibt mit 110 Beratungen für die Handwerksbetriebe aus dem Kammerbezirk der Pfalz der interessanteste Auslandsmarkt. Die grenzüberschreitenden Bau- und Ausbauleistungen standen auch in diesem Jahr wieder bei über 80 Prozent der Anfragen im Vordergrund. Die Tendenz der letzten Jahre, Bauleistungen vorzugsweise in den unmittelbaren Nachbarländern auszuführen, zeichnete sich auch in 2010 ab. Neben Frankreich wurden auch die Beneluxländer – allen voran Luxemburg – wieder angefragt. Des Weiteren wurden noch vereinzelt Informationen zur Schweiz, Spanien und Finnland erteilt.
Gemeinsam mit den Außenwirtschaftsberatungsstellen der rheinland-pfälzischen Handwerkskammern wurde zum vierten Mal das „Forum Außenwirtschaft für das Handwerk“ am 16. März in Mainz durchgeführt. Unter dem Leitthema „Energieeffizientes Bauen in Europa – Attraktive Märkte jetzt nutzen!“ konnten sich mehr als 60 Teilnehmer über den „Exportmarkt Energieeffizienz“ informieren. Zudem berichteten Handwerker über ihre Erfahrungen im Auslandsgeschäft und in Workshops wurden die Chancen und Zugangsbestimmungen in den Ländern Italien, Russische Föderation, Frankreich und Finnland vorgestellt.
Anfang Oktober fand in Ludwigshafen ein Informationsabend zum Thema „Energieeffizientes Bauen in Frankreich“ mit 42 Teilnehmern statt. Hier wurden Möglichkeiten erörtert, die der französische Markt derzeit bietet. Das Nachbarland Frankreich weist in diesem Bereich einen enormen Nachholbedarf auf und die Wartezeiten sind wegen Kapazitätsengpässen extrem lang. Aufgrund der Vorreiterrolle im nachhaltigen und energieeffizienten Bauen in Europa, haben deutsche Handwerksbetriebe in Frankreich besonders gute Auftragschancen. Nachfolgend fand ebenfalls in Ludwigshafen eine Veranstaltung mit 22 Teilnehmern statt, bei der konkret ein Konzept vorgestellt wurde, um den Markteintritt Frankreich im Rahmen eines Firmenpools zu ermöglichen.
Das zweite Halbjahr 2010 stand im Zeichen der Gründung eines Firmenpools für Frankreich. Im Anschluss an beide Veranstaltungen zu Frankreich war das Interesse an einer Firmenpoolbeteiligung sehr groß, so dass zahlreiche Gespräche mit den jeweiligen Poolinteressenten geführt wurden. Eine erste offizielle Poolsitzung fand in Landau Ende November mit neun Unternehmen statt. Hier wurden Details für den gemeinsamen Markteintritt in diesem Jahr besprochen.