Friseure und Kosmetiker: Welche Hygienemaßnahmen muss ich umsetzen?

Friseursalons und Kosmetikstudios dürfen auch weiterhin öffnen. Zu beachten ist zum einen die aktuelle Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz und zum anderen der aktuelle Arbeitsschutzstandard der BGW.

Es gilt nach wie vor die Maskenpflicht für Kunden und Mitarbeiter sowie die Kontaktdatenerfassung. Kann wegen der Art der Dienstleistung eine Maske nicht getragen werden, wie z. B. bei bestimmten Kosmetikanwendungen oder der Bartrasur, gilt die Testpflicht. Davon ausgenommen sind Kinder unter 14 Jahre, ebenso wie vollständig geimpfte, symptomfreie und genesene Personen (siehe Covid-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung).

Die Maskenpflicht kann außerdem für Mitarbeiter von Einrichtungen entfallen, wenn diese die Testpflicht mit der Maßgabe erfüllen, dass ein tagesaktueller Test vorgelegt wird. Vollständig geimpfte, symptomfreie und genesene Personen sind auch hier von der Testpflicht befreit. Wir empfehlen allerdings, die Maske nur in Absprache mit Kunden und Mitarbeitern abzunehmen. Aufgrund der geltenden SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung muss jedes Unternehmen auf Grundlage einer angepassten Gefährdungsbeurteilung (Vorlage siehe Anhang) ein Hygienekonzept umsetzen. Aus diesem Hygienekonzept sollte klar hervorgehen, dass eine mögliche Abnahme der Maske kein erhöhtes Risiko darstellt. Dieses betriebliche Hygienekonzept ist schriftlich zu fixieren und allen Beschäftigen zugänglich zu machen. Weiterhin gilt eine Testangebotspflicht für Betriebe.

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat in einer Neuauflage die Arbeitsschutzstandards des Friseurhandwerks sowie der Beauty- und Wellnessbetriebe zu einem gemeinsamen Standard zusammengeführt.

Folgende Regelungen/Änderungen sind dabei hervorzuheben:

  • Der Abstand von mindestens 1,5 Metern ist um jeden Arbeitsplatz in alle Richtungen einzuhalten. An Stellen, an denen das Einhalten des Mindestabstands von 1,5 Metern nicht sichergestellt werden kann, müssen andere Schutzmaßnahmen ergriffen werden (z.B. Abtrennungen).
  • Eine strikte Vorgabe zur Mindestfläche von 10 m² pro Person ist nicht mehr enthalten. Betriebsbedingte Kontakte und die gleichzeitige Nutzung von Räumen (auch in Pausenzeiten) durch mehrere Personen müssen aber auf das notwendige Minimum reduziert bleiben.
  • Es können Ausnahmen von der Testangebotspflicht für vollständig geimpfte bzw. von einer COVID-19-Erkrankung genesene Beschäftigte bestehen.
  • Das zuvor obligatorische Haarewäschen in Friseursalon entfällt.
  • Die notwendigen Hygiene- und Schutzmaßnahmen gelten auch für Hausbesuche oder mobile Dienstleistungen.


Max Becker

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