Herbstumfrage 2016: Gute Stimmung im Handwerk
Herbstumfrage 2016 - Betriebe sind mit der aktuellen Geschäftslage mehr als zufrieden
Die positive Stimmung im pfälzischen Handwerk hält weiterhin an. Dies zeigten vor allem die wichtigsten Konjunkturindikatoren, wie die gegenwärtige und erwartete Geschäftslage, die Umsatzerwartung, die Betriebsauslastung und die Höhe des Auftragsbestandes.
Erstmalig wurden die Daten im Rahmen einer Onlineumfrage erfasst, bei der 2.500 repräsentativ ausgewählte Handwerksbetriebe aus dem Kammerbezirk befragt wurden.
Die Auftragsvorlaufzeit ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Wochen auf 9,1 Wochen angestiegen. 59,7 Prozent aller Betriebe sind zu mehr als 80 Prozent ausgelastet. Besonders gute Zahlen liefern hier das Bau- und Ausbauhandwerk, beflügelt von der günstigen Zinslage.Lediglich im Kfz-Handwerk und in den Handwerken für den gewerblichen Bedarf ist ein leichter Rückgang der Auslastung feststellbar.
Das Ausbaugewerbe und das Gesundheitsgewerbe melden einen überdurchschnittlichen Auftragsbestand. 83,8 Prozent der personenbezogenen Dienstleister empfinden die aktuelle Auftragslage der Jahreszeit entsprechend als normal. Jahreszeitbedingt erwarten fast 50 Prozent der Handwerksbetriebe aus dem Nahrungsmittelgewerbe eine weitere Zunahme der Nachfrage.
Die gut gefüllten Auftragsbücher spiegeln sich auch in der Beurteilung der aktuellen Geschäftslage wieder. 90,5 Prozent aller Betriebe bezeichnen ihre derzeitige Geschäftslage mit gut bzw. befriedigend. Wobei hier mehr als jeder zweite Betrieb mit der momentanen Geschäftslage rundum zufrieden ist. Dies betrifft auch die personenbezogenen Dienstleistungsbetriebe, die ihre Geschäftslage deutlich besser als im Vorjahr beurteilen.
Im pfälzischen Handwerk ist weiterhin ein konstant hohes Beschäftigungsniveau zu beobachten. Wobei spürbare Engpässe auf dem Fachkräftemarkt die weitere Beschäftigungsdynamik gefährden.
Ebenfalls optimistisch stimmen die gestiegenen Umsatzzahlen. Im Vergleich zu den stagnierenden Umsätzen der letzten vier Jahre, sind diese bei 34 Prozent der befragten Betriebe (Vorjahr 21,9 Prozent) gestiegen. Mehr als ein Drittel der befragten Betriebe rechnen sogar mit einem weiteren Anstieg der Umsätze.
Einzig die stetig steigenden Rohstoff- und Materialpreise werden, wie in den Jahren zuvor, kritisch betrachtet. 31,1 Prozent aller Betriebe kämpfen bereits mit Preiserhöhungen auf dem Beschaffungsmarkt. Hiervon am stärksten betroffen sind das Bau- und Ausbaugewerbe und die personenbezogenen Dienstleistungsbetriebe. 36,3 Prozent aller Befragten erwarten weiter steigende Rohstoff- und Materialpreise. Eine Möglichkeit diese höheren Preise an die Kunden weiterzugeben sehen derzeit allerdings nur 20,7 Prozent der Betriebe.
Das pfälzische Handwerk blickt positiv in die Zukunft. Getreu dem Motto „Wir sind Handwerker. Wir können das.“ schätzen 92,2 Prozent der Handwerksbetriebe (Vorjahr 88 Prozent) die zukünftigen Konjunkturentwicklungen als stabil ein. Auch hier sind die Baubetriebe mit 97,1 Prozent am optimistischsten gestimmt. Generell rechnen aber auch 90,6 Prozent der Ausbaubetriebe, 92,3 Prozent der gewerblichen Zulieferer, 96,8 Prozent der Kfz-Betriebe, 86,4 Prozent der Nahrungsmittelhandwerker, 90,9 Prozent der Gesundheitshandwerker und 94,7 Prozent der persönlichen Dienstleister weiterhin mit einer guten Geschäftslage. Ein durchgehend positiver Trend ist klar zu erkennen.
Im Frühjahr 2017 folgt die nächste online Konjunkturumfrage. Die Handwerkskammer der Pfalz blickt dieser gespannt entgegen und erhofft sich für das pfälzische Handwerk weiterhin erfreuliche Ergebnisse.