19.08.2010Hochwertige Arbeiten aus dem Tischlerhandwerk

Meisterschule für Handwerker und Handwerkskammer der Pfalz präsentierten die diesjährigen Meister- und Gesellenstücke 

Viele hochwertige Arbeiten waren auch in diesem Jahr bei der Ausstellung „Gesellen- und Meisterstücke aus Holz“ der Berufsfachschule und Tischlerfachschule zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung der Meisterschule für Handwerker in Kaiserslautern zu sehen. 

Gezeigt wurden in der Mehrzweckhalle  der Meisterschule in Kaiserslautern 15 Meister- und 22 Gesellenstücke sowie die Arbeitsproben der diesjährigen Absolventen der Berufsfachschule und der Fachschule für Tischler. Bei der Ausbildung legen die Lehrkräfte der Bildungsstätte des Bezirksverbands Pfalz nicht nur Wert auf handwerkliche Fertigkeiten, sondern auch auf Formgebung und Ästhetik. Unter den Tischlerarbeiten befanden sich Anrichten, Barschränke, Büroschränke, Schreibtische und Sideboards. Die Tischler verwendeten überwiegend heimische Laubhölzer, darunter besonders Ahorn und Buche, Nuss- und Kirschbaum. Aber auch tropische und exotische Hölzer wie Makassar, Zebrano und Tineo wurden in einigen Meisterstücken verbaut. Bei den Meisterstücken lag die Fertigungszeit jeweils bei 160 Stunden. Genauso so viel Zeit nahmen Entwurf, Gestaltung und Konstruktion eines Möbelstücks in Anspruch. Für die Gesellenstücke betrug der Zeitaufwand bis zu 100 Stunden. 

Der Vorsitzende des Meisterprüfungsausschusses für das Tischlerhandwerk und Fachlehrer an der Meisterschule, Rudi Schlosser, und der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer der Pfalz, Ralf Hellrich, fanden bei Eröffnung anerkennende Worte für die Ausstellung und das Tischlerhandwerk. Hellrich wies darauf hin, dass sich im Tischlerhandwerk handwerkliche Fertigkeiten, planerische Fähigkeiten und der Umgang mit modernen Maschinen zu einer Einheit verbinden. Das Tischlerhandwerk stelle damit  Produkte und Leistungen her, in denen sich Form und Funktion vorbildlich ergänzten. Schlosser wies auf einige Änderungen in den Prüfungsordnungen der Meister- und Gesellenprüfung hin und erläuterte an ausgewählten Exponaten das Zusammenspiel von Material, Verarbeitung und Design.