Neues Förderprogramm bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Einführung von „KfW Effizienzhaus Denkmal“ ermöglicht nun auch an historischen Gebäuden die Förderung von Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz sowie von Komplettsanierung

Die energetische Sanierung von historischen Gebäuden gestaltet sich meist schwierig, technisch und finanziell. Ein neues Programm der KfW soll Abhilfe schaffen.

Die Förderung denkmalgeschützter Immobilen durch die KfW-Bankengruppe scheiterte bisher häufig daran, dass die dafür notwendigen Effizienzstandards durch eine Sanierung nicht erreicht werden konnten. Denkmalschutzauflagen machen die Durchführung aller nötigen Maßnahmen vielfach unmöglich, vor allem aufwändige Fassaden begrenzen häufig die Möglichkeiten energetischer Sanierungsmaßnahmen. Zum 1. April dieses Jahres führt die KfW den Effizienzhausstandard „Denkmal“ ein. Dieser neue Effizienzhausstandard ist Teil des Programms „Energieeffizient Sanieren“ und soll die Förderung der energetischen Sanierung historischer Gebäude erleichtern. Es besteht die Möglichkeit der Förderung von Einzelmaßnahmen oder der Komplettsanierung des Objekts zum KfW-Effizienzhaus Denkmal.

Bei der Durchführung von Einzelmaßnahmen stellt die KfW reduzierte Anforderungen an die Wärmedämmung von Außenwänden und den Austausch der Fenster. Bei der Komplettsanierung gelten lediglich Anforderungen an den Jahres-Primärenergiebedarf (QP). Dieser darf, verglichen mit dem Referenzgebäude der EnEV (QP REF), maximal 160% betragen. Kann dieser Wert nicht erreicht werden, ist eine Förderung jedoch trotzdem möglich. In diesem Fall ist nachzuweisen, dass alle technisch möglichen Maßnahmen zur energetischen Sanierung durchgeführt werden. An den Transmissionswärmeverlust (H’T) bestehen keine festen Anforderungen, es müssen lediglich alle möglichen Maßnahmen ergriffen werden, um den Transmissionswärmeverlust zu reduzieren.

Für förderungsfähige Immobilien gibt es von der KfW-Bank Zuschüsse sowie Kredite über alle Laufzeiten zu einem effektiven Zinssatz ab 1,0 Prozent. Erfolgt eine Komplettsanierung zum KfW-Effizienzhaus Denkmal, dann verhält sich die Förderhöhe äquivalent zu der des KfW-Effizienzhauses 115.

Bei der Sanierung zum KfW-Effizienzhaus Denkmal und bei der Sanierung von Baudenkmalen zu sonstigen KfW-Effizienzhäusern oder bei Einzelmaßnahmen sind ausschließlich die in der Expertenliste für die Bundesprogramme unter www.energie-effizienzexperten.de geführten "Energieberater für Baudenkmale" als Sachverständige zugelassen. (Liste ist momentan im Aufbau).

Weitere Informationen zum Programm „KfW Effizienzhaus Denkmal“: www.kfw.de/kfw/de/Inlandsfoerderung/Weitere_Angebote/Foerdertipps/Denkmal/index.jsp  

Quelle: KfW-Bankengruppe